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Kleines Staatskunde-Lexikon

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Paraphierung (fzr. paraphe = Handzeichen)
Wenn die Vertreter von Staaten einen völkerrechtlichen Vertragstext festlegen und ihn mit ihrem Namen zeichnen, nennt man das eine Paraphierung. Für seine Verbindlichkeit muss dieser Vertragstext jedoch noch ratifiziert werden (vgl. dazu Ratifizierung].


Parlament siehe Landtag

Parlamentarier siehe Abgeordneter

Partei (lat. pars = Teil) Politische Gruppe, die sich zusammengefunden hat, weil sie über längere Zeit gleiche oder ähnliche politische Ziele verfolgen will. Zur Parteiarbeit gehört, dass gemeinsam ein Programm entwickelt wird, mit dessen Hilfe in absehbarer Zeit die Ordnung des Staates beeinflusst oder bestimmt werden soll.
Parteien sind ähnlich wie Vereine organisiert: Sie haben Statuten, stellen Programme auf, wählen einen Parteivorstand mit Ausschuss und Sekretariat.
Je grösser und einflussreicher eine Partei ist, umso eher ist es ihr möglich, allein oder zusammen mit anderen Parteien (Koalition) die angestrebten Ziele zu erreichen. Vgl. auch Opposition!


Petition (lat. petitio = Bitte, Bewerbung)
Petitionen sind Bittschriften, die jeder Bürger dem Parlament (Landtag) übergeben kann. Eine solche Eingabe kann in Liechtenstein nur angenommen werden, wenn sie von einem Mitglied des Landtages vorgebracht oder überreicht wird. Je nach Inhalt können Bittschriften an geeignete Kommissionen oder an die Regierung überwiesen werden.


Plebiszit siehe Volksabstimmung

Plenum (Iat. plenus = voll)
Plenum bedeutet Vollversammlung, d. h. alle Mitglieder einer Gemeinschaft, z. B. alle Parlamentsabgeordneten, sind versammelt.


Politische Rechte Es sind die Rechte, die dem mündigen Bürger zustehen und die es ihm ermöglichen, gemäss Verfassung und Verordnungen am politischen Leben aktiv teilzunehmen. Diese Rechte beinhalten aber auch die Pflicht, politische Verantwortung im Staat mitzutragen.

Proporzwahl siehe Wahlen und Wahlverfahren

Postulat Ein Postulat ist ein parlamentarischer Vorstoss. Die Regierung wird eingeladen Massnahmen zu prüfen und Bericht zu erstatten.

Prärogativ Prärogativ ist die aus dem Lateinischen stammende Bezeichnung für Vorzug oder Vorrecht im staatsrechtlichen Sinn. In konstitutionellen Staaten umfassen sie u.a. die Berufung, Eröffnung, Schliessung und Auflösung der Volksvertretung, Ernennung und Entlassung von Ministern, Begnadigung.

Präsidialfunktion Die Autorität und die Macht, die nur der Regierungschef inne hat.

Primogenitur siehe Hausgesetz

Proletariat Das Proletariat (vom lat. proletarius „der untersten Volksschicht angehörend“) bezeichnete die gesellschaftliche Schicht der Landlosen (Besitzlosen), welche aber nicht versklavt waren. Der Begriff wird auch so verstanden, dass die Proletarier diejenigen sind, die als Besitz nur ihre Nachkommen (lat. proles) haben.
In der Geschichte wird der Begriff Proletariat einerseits auf die Landlosen des alten Rom, andererseits auf die Industriearbeiterschaft in der Zeit der Industriellen Revolution angewendet.


Prozenthürde siehe Sperrklausel


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Wusstest Du
Die drei Staatsgewalten bestehen aus der Legislative (Parlament, Landtag), der Exekutive (Regierung) und der Judikative (Gerichte).
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Die drei Staatsgewalten bestehen aus der Legislative (Parlament, Landtag), der Exekutive (Regierung) und der Judikative (Gerichte).