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Hoheitszeichen unseres Staates

Das Wappen des Fürstenhauses
Das kleine Staatswappen ist der von Gold und Rot geteilte Herzschild des grossen Staatswappens unter dem Fürstenhut. Das kleine Staatswappen wurde durch das Wappengesetz von 1957 eingeführt. Durch die Erhebung zum reichsunmittelbaren Fürstentum erhielt Liechtenstein das Wappen der regierenden Fürstenfamilie. Die territorialen Grundlagen für einen Staat Liechtenstein hatten bereits frühere Landesherren gelegt.

In der Geschichte unseres Landes besassen die Grafschaft Vaduz und die Herrschaft Schellenberg kein eigenes Wappen. Die Wappen der jeweiligen Herren über diese Gebiete – der Grafen von Werdenberg, der Freiherren von Brandis, der Grafen von Sulz und der Grafen von Hohenems – waren auch die Wappen dieser Besitzungen.
Nach dem Ankauf der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg durch die Fürsten von Liechtenstein wurden diese Gebiete 1719 zum reichsunmittelbaren Fürstentum erhoben. Damit wurde auch das Wappen der regierenden Linie des Fürsten Gundacker auf das Fürstentum Liechtenstein übertragen. Fürst Gundacker hatte dieses Wappen, das bis heute unverändert blieb, nach seiner Erhebung in den erblichen Fürstenstand 1623 neu gestalten lassen.

Landesherren bis zum Verkauf der beiden Herrschaften an die Fürsten von Liechtenstein
Wolfhart I. von Brandis heiratete Agnes von Montfort-Feldkirch, die Witwe des Grafen Hartmann III. von Sargans-Vaduz. Der letzte seiner drei kinderlosen Söhne, Bischof von Chur, verpfändete die Grafschaft Vaduz und die Besitzungen auf dem Schellenberg an seine Halbbrüder Ulrich Thüring und Wolfhart II. von Brandis. Er löste das Pfand nicht mehr ein, und nach seinem Tode waren die Brandiser in vollem Besitz des Landes. 1434 wurde der letzte Teil des Gebietes auf dem Schellenberg erworben, und seither sind in der Vereinigung der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg die Landesgrenzen unverändert. 
Das schwäbische Grafengeschlecht lässt sich um die Mitte des 13. Jahrhunderts in der nördlichen Nachbarschaft der Schweiz nieder. Durch Heirat des Grafen Alwig von Sulz mit Verena von Brandis gelangt sein Sohn in den Besitz des Brandiser Erbes. Der bedeutendste der Sulzer Grafen ist Karl Ludwig, ein sozial so besorgter Landesherr, dass seine Regierungszeit im Volk als die glücklichen Sulzischen Zeiten in Erinnerung blieb. 1598 wurde er Regimentskommandant im Türkenkrieg. 1617 starb er als spanischer General, nachdem er 1613 das Gebiet des heutigen Liechtenstein dem Grafen Kaspar von Hohenems verkauft hatte.  
Altes alemannisches Rittergeschlecht mit steilem Aufstieg. Wolf Dietrich verheiratet sich mit Clara de Medici, der Schwester von Papst Pius IV. Kaspar von Hohenems erwarb 1613 die Grafschaft Vaduz und die Herrschaft Schellenberg. Nach seinem Tode beginnt der Abstieg des Geschlechtes. Es folgten der Dreissigjährige Krieg und die Hexenverbrennungen. Ferdinand Karl trieb seine Besitzungen dem Abgrund entgegen. Der Verkauf war unvermeidlich geworden. Fürst Johann Adam Andreas von Liechtenstein erwarb 1699 die reichsfreie Herrschaft Schellenberg und 1712 die Grafschaft Vaduz. 
Der Stammbaum der Werdenberger kann bis auf das mächtige Grafengeschlecht der Udalrichinger zurückgeführt werden, von denen ein Zweig nach dem Jahre 1000 anfing, sich nach der Stadt Bregenz zu nennen. Die Tochter Elisabeth des letzten Grafen von Bregenz war vermählt mit Pfalzgraf Hugo von Tübingen. Der jüngere Sohn aus dieser Ehe, Hugo, nannte sich Graf von Montfort und ist der Stammvater der Grafen von Werdenberg und Montfort. Die nach Werdenberg bei Buchs sich nennende Linie teilte sich in den Heiligenberger und in den Sarganser Zweig. Die Enkel Hartmanns I. teilten 1342 zu Sargans ihren Besitz. Hartmann III. erhielt die Besitzungen rechts des Rheines und hielt sich von da an auf Schloss Vaduz auf. Mit dieser Erbteilung wurde der erste Grundstein zum heutigen Fürstentum gelegt. 
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