Home
HomePDFSitemap
Die Regierung heute

Regierungschef und Kollegialregierung
Regierungschef Adrian Hasler Besondere Aufgaben zeichnen das Amt des Regierungschefs aus. Er führt nicht nur den Vorsitz in der Regierung, sondern er hat auch die ihm unmittelbar vom Landesfürsten übertragenen Geschäfte und Aufgaben auszuführen.

Der Nachfolger des im Mittelalter amtierenden Landammannes, des späteren Landvogtes und Landesverwesers, ist nicht der Regierungschef allein, sondern die Kollegialregierung.
 
Der Schweizer Bundespräsident Ueli Maurer empfängt Adrian Hasler in Bern zum offiziellen Antrittsbesuch des neuen Regierungschefs. Adrian Hasler wird dabei von Ausseministerin Aurelia Frick begleitet. Doch muss darauf hingewiesen werden, dass der Regierungschef eine besondere Stellung innerhalb der Regierung einnimmt. Wer in unserem Land an die Regierung denkt, dem fällt auch gleich der Regierungschef ein. So spricht man von der Regierung Batliner, Kieber, Hilbe, Brunhart, Frick, Tschütscher, Hasler u. a. und verbindet mit dieser Person auch die Leistungen, die diese Regierung auszeichnet. Eine Regierungsperiode ist also im Bewusstsein der Bevölkerung besonders mit der jeweiligen Person des Regierungschefs verbunden.
 
Die Regierungschefs bis anhin


Josef Ospelt
Josef Ospelt
(1881-1962)

 
  FBP (Amtszeit 2.3.1921 bis 27.4.1922)
Josef Ospelt war der erste liechtensteinische Regierungschef.  Fürst Johann sprach ihn öfters mit «mein lieber Rat Ospelt» an.  Als Regierungschef hat er am 2. Oktober 1921 die neue Verfassung gegengezeichnet.
 
 

Alexander Frick
Gustav Schädler (1883-1961)
  VP (Amtszeit 6.6.1922 bis 15.6.1928)
Gustav Schädler aus Triesenberg war Weggefährte von Wilhelm Beck, Mitbegründer der Volkspartei, Lehrer mit Leib und Sele und hat sich um die Realschulen in Liechtenstein grosse Verdienste erworben. Unter seine Regierungszeit fällt die Einführung des Personen- und Gesellschaftsrechts, welches unserem Land nach dem Krieg enorme wirtschaftliche Impulse gab.
 

Josef Hoop
Josef Hoop
(1895-1959)
 
 
 FBP (Amtszeit 4.8.1928 bis 3.9.1945)
Fürstlicher Justizrat Josef Hoop aus Eschen bekleidete das Amt des Regierungschefs in einer politisch äusserst schwierigen Zeit. Er amtete ein Jahr als Landtagspräsident, war Gesandter in Wien und wesentlich am Zustandekommen des Zollvertrages mit der Schweiz beteiligt.

Alxander Frick
Alexander Frick (1910-1991)
  FBP (Amtszeit 3.9.1945 bis 16.7.1962)
Alexander Frick war 17 Jahre Regierungschef.  In seine bis anhin längste Amtsdauer fallen die Einführung der AHV und der generelle Ausbau der Sozialgesetzgebung. Der Primarlehrer aus Schaan war Gründer der Pfadfinderbewegung in Liechtenstein und exponierte sich als Gegner der Nationalsozialisten.
 

Gerard Batliner
Gerard Batliner
(1928-2008)
 FBP (Amtszeit 16.7.1962 bis 18.3.1970)
Dr. Gerard Batliner aus Eschen übte das Amt als Regierungschef von 1962-1970 aus. Sein politischer Weitblick trug massgeblich zur Integration Liechtensteins in Europa bei. Von 1974-1978 bekleidete er das Amt des Landtagspräsidenten. Als international anerkannter Verfassungsrechtler war Dr. Batliner von 1983-1990 Mitglied der Europäischen Kommission für Menschenrechte.
 

Alfred Hilbe
Alfred Hilbe
(* 1928)
 VU (Amtszeit 8.3.1970 bis 27.3.1974)
Dr. Alfred Hilbe aus Schaan war von 1970 bis 1974 Regierungschef des Fürstentums Liechtenstein. Während seiner Amtszeit wurde das Abkommen mit der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft unterzeichnet. Eine umfassende Schulreform (1971) und der Neubau des Liechtensteinischen Gymnasiums fallen in seine Amtszeit.
 

Walter Kieber
Walter Kieber
(* 1931)
 FBP (Amtszeit 27.3.1974 bis 26.4.1978)
Vier Jahre war Dr. Walter Kieber aus Schaan  Regierungschef und In dieser Funktion hat er u.a. die Erklärung von Helsinki (1975) unterzeichnet, womit Liechtenstein seine Solidarität mit der Staatengemeinschaft dokumentierte. Der promovierte Jurist war auch Regierungschef-Stellvertreter unter den Regierungen Hilbe und Brunhart.
 

Hans Brunhart
Hans Brunhart
(* 1945)
 VU (Amtszeit 26.4.1978 bis 26.5.1993)
In seine lange Amtsperiode von 15 Jahren als Regierungschef fallen der UNO-Beitritt, die Einführung des Wahlrechts für Frauen und wichtige Staatsverträge mit europäischen Institutionen (Europarat, EWR, EFTA). Bevor Hans Brunhart zum Regierungschef ernannt wurde, war er von 1972 bis 1974 Staatsarchivar. Seit 1996 ist der gebürtige Balzner Vorsitzender eines Bank-Verwaltungsrates.
 

Markus Büchel
Markus Büchel
(* 1959)
 
 FBP (Amtszeit 26.5.1993 bis 15.12.1993)
Markus Büchel aus Ruggell hat mit 100 Tagen bis heute die kürzeste Amtszeit aller Regierungschefs in Liechtenstein.

Mario Frick
Mario Frick
(* 1965)
 VU (Amtszeit 15.12.1993 bis 5.4.2001)
Mit 28 Jahren wurde Dr. Mario Frick aus Balzers der bis anhin jüngste Regierungschef weltweit. In seine Amtszeit fällt der Beitritt zur WHO (Welthandelsorganisation) 1995. Als Regierungschef führte Mario Frick die VU von 1997-2001 in eine Alleinregierung. 
Otmar Hasler
Otmar Hasler
(* 1953)
 
 FBP (Amtszeit ab 5.4.2001 bis 25.3.2009)
 Mehrere Jahre vertrat er die Interessen seiner Wähler als Landtagsabgeordneter. Zudem war er Landtagsvizepräsident und Landtagspräsident. Während seiner ersten Amtszeit als Regierungschef wurde die Verfassungsänderung von 2003 vorgenommen.
 Klaus Tschuetscher, Regierungschef
Klaus Tschütscher
(*1967)
  VU (Amtszeit ab 25.3.2009 - 28.3.2013 )
Bei den Parlamentswahlen 2000 löste die VU ihren Koalitionspartner FBP als stärkste Partei ab. Nach dem Rücktritt von Otmar Hasler wurde Tschütscher neuer Regierungschef.
 Adrian Hasler, Regierungschef
Adrian Hasler
(*1964)
  FBP (Amtszeit ab 28.3.2013 )
Bei den Parlamentswahlen 2013 löste die FBP ihren Koalitionspartner VU als stärkste Partei ab. Nach dem Rücktritt von Klaus Tschütscher wurde Adrian Hasler neuer Regierungschef.

FBP 
= Fortschrittliche Bürgerpartei
VU  = Vaterländische Union

Separator


Wusstest Du
1848 schrieb Peter Kaiser an den Fürsten Alois II.: «Auch wir wollen in Zukunft als Bürger und nicht als Untertanen behandelt sein.»
Separator
1848 schrieb Peter Kaiser an den Fürsten Alois II.: «Auch wir wollen in Zukunft als Bürger und nicht als Untertanen behandelt sein.»
Mehr über...
Parteienlandschaft nach 1945
Separator
Parteienlandschaft nach 1945
Nach 1945 traten wiederholt neue Parteien zu den Landtagswahlen an. Meist scheiterten sie an der 18-Prozent-Sperrklausel, die 1939 als Instrument gegen radikale Wählergruppen eingeführt wurde.
Separator
Wahlen heute
Separator
Wahlen heute
Das Stimm- und Wahlrecht ist eines der wichtigsten demokratischen Grundrechte und bietet allen Wahlberechtigten die Möglichkeit, ihre politische Meinung kundzutun.