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Die Vereinten Nationen

Die Vereinten Nationen

Die Idee vom Weltfrieden

Die Blauhelme der UNO sind vielerorts ein Zeichen der Hoffnung. Die Hilfe der Blauhelmtruppen ist oftmals der erste Rettungsanker nach langen Zeiten der Krise. (Gründung der Blauhelme: 1948)
Die Haager Friedenskonferenzen, die 1899 und 1907 auf Initiative des russischen Zaren Nikolaus II. bzw. des amerikanischen Präsidenten Theodore Roosevelt in Den Haag abgehalten wurden, waren ein erster Schritt zur Sicherung des Weltfriedens.

Zwar haben die Staaten, die an diesen Konferenzen teilnahmen, Verträge unterzeichnet, aber diese in ihrem Grossmachtstreben im Zeitalter des Kolonialismus vielfach nicht eingehalten. Die schrecklichen Erfahrungen des Ersten Weltkrieges führten auf Vorschlag des amerikanischen Präsidenten Wilson zu einer allgemeinen Friedensorganisation, dem Völkerbund, der ab 1920 den Weltfrieden bewahren sollte.
 
Plakat der UN (1942)
Scheitern des Völkerbundes Verschiedene Mitglieder des Völkerbundes kamen den Anordnungen der Friedensorganisation nur teilweise nach oder traten aus dem Bündnis aus. Die Grossmacht USA war nie Mitglied, die UdSSR nur wenige Jahre. Dadurch besass der Völkerbund nicht die notwendige Wirksamkeit, um den Frieden in der Welt aufrechterhalten zu können. Die politische Ohnmacht des Völkerbundes zeigte sich beim Verlauf des Zweiten Weltkrieges, als von dieser Organisation keine Friedensinitiativen mehr ausgingen. Am 18. April 1946 wurde der Völkerbund aufgelöst.
 
Plakat der UN (1942)
Sicherung des Weltfriedens Schon während des Zweiten Weltkrieges griff der amerikanische Präsident Franklin D. Roosevelt die Idee wieder auf, eine neue friedliche Weltordnung zu schaffen; er ging davon aus, dass die Erfahrungen dieses brutalen Krieges allen Völkern die Notwendigkeit der Sicherung des Weltfriedens auf der Grundlage des Rechts vor Augen führen werden. Die Idee eines internationalen Weltschiedsgerichts bildete die Grundlage für den Abschluss der so genannten Atlantik-Charta (14. August 1941). In dieser Charta bekräftigten die USA und Grossbritannien unter anderem, keine territoriale Expansion anzustreben und das Selbstbestimmungsrecht der Völker zu achten.

Gründung der Vereinten Nationen Am 26. Januar 1942 beschlossen 26 Staaten, die mit dem Deutschen Reich im Krieg standen, in einer gemeinsamen Erklärung die Errichtung der Vereinten Nationen. Während die Siegermächte des Zweiten Weltkrieges noch über den Frieden mit dem besiegten Deutschen Reich berieten, unterzeichneten 51 Nationen am 26. Juni 1945 den Vertrag zur Gründung der Vereinten Nationen (= United Nations Organization, UNO).
 
Plakat der UN (1942)
Völkerbund und UNO im VergleichDie UNO trat die Nachfolge des Völkerbundes an und übernahm den Internationalen Gerichtshof in Den Haag, die Treuhandschaft über frühere deutsche Kolonien und einige Sonderorganisationen.
Unterschiede zum Völkerbund ergaben sich aus der Zusammensetzung der Organisationen: War der Völkerbund vorwiegend von europäischen Staaten dominiert, so verlagerte sich das Gewicht der UNO durch die Führungsrolle der USA. Die USA waren ja seit 1945 als einzige Atommacht der Garant des Friedens schlechthin. Weiters gelang es der UNO, zu einer weltweiten Organisation zu werden, da sie die Entstehung von souveränen Staaten aus den ehemaligen Kolonien intensiv förderte. Im Gegensatz zum Völkerbund kann die UNO im Extremfall Luft-, See- oder Landstreitkräfte «zur Wahrung oder Wiederherstellung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit» einsetzen.
 
"Back to School Programme" heisst das Engagement der UN in Burundi. Kinder und junge Erwachsene werden wieder in die Schule geschickt. Jahrelang konnten die Vertriebenen im Exil nicht in die Schule gehen. Bildung und Wohlfahrt gehören eng zusammen in einer Welt, die lebenswert sein will.
Gleiche Rechte für alle MenschenDie UNO hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, die Menschenrechte und Grundfreiheiten für alle Menschen ohne Unterschied der Rasse, des Geschlechts, der Sprache oder der Religion zu fördern und zu festigen.